Sonntag, 21. Januar 2018

Krüüzfahrt in`t Schwienschott

Kaum zu Hause, wartet heute Vormittag schon der erste Termin. Die Spielschar der Landjugend Uelsen bereitet im Dorfgemeinschaftshaus Osterwald ihr beliebtes plattdeutsches Theaterstück vor. Im Für die Vorankündigung in den GN gibt`s schon mal ein Ensemblefoto.
 Die „Krüüzfahrt in`t Schwienschott“ handelt von den Tücken eines Tombolagewinns beim örtlichen Schützenfest und den daraus resultierenden Folgen. Mit bewährtem Witz und viel Liebe zum Detail sowohl in der schauspielerischen Darstellung als auch im selbst gestalteten Bühnenbild lädt die Spielschar ihr Publikum zur Kreuzfahrt in Speckmanns Schweinestall ein. Premiere feiert der turbulente Dreiakter am Sonntag, den 04. Februar, um 14:30 Uhr.
Das beim Publikum beliebte Kuchenbuffet mit selbstgebackenen Leckereien findet in diesem Jahr erneut an zwei Sonntagen (04. Februar, 14:30 Uhr und 25. Februar, 14:30 Uhr) statt. Karten für diese beiden Termine sind ausschließlich im Vorverkauf erhältlich. Weitere Aufführungstermine sind Sonntag, der 11. Februar und der 11. März jeweils um 19:00 Uhr, Freitag, der 02. März, der 09. März und der 16. März jeweils um 20:00 Uhr. Die letzte Aufführung findet am Samstag, dem 24. März (anschließend Tanz) um 19:30 Uhr statt. Vorverkaufsstellen sind die Volksbanken in Uelsen und Itterbeck sowie der Grenzlandmarkt in Veldhausen. 

 

Freitag, 19. Januar 2018

Die letzte Runde

Unser letzte Tag auf der Insel. Morgen geht es zurück in die winterliche, sturmzerzauste Grafschaft. Keine schöne Aussicht. Ich hoffe, dass „Frederike“ Emlichheim und unser Haus einigermaßen verschont hat. Aber nach Aussage unseres Nachbarn Henry, der ein Auge auf unser Anwesen hat, ist alles gut gegangen. Noch einmal setze ich mich aufs Rad. Meine Sucherkamera Sony RX 100 II ist wie immer dabei. Hier ein paar letzte Bilder von meiner Hausrunde:










 So langsam fangen die Mandelbäume an zu blühen. Vielleicht sollten wir in einem Monat noch mal wiederkommen, wenn die Blüte auf dem Höhepunkt ist. Ein verlockender Gedanke.






Dienstag, 16. Januar 2018

Ein kleines Paradies

Die Cala S´Amunia liegt im Südosten der Insel in der Nähe von Santanyi. Sie und die Cala de sa Comuna sind „bar jeder Infrastruktur, vielleicht die letzten vom Land aus zugänglichen Strandparadiese an Mallorcas Ostküste“, so steht es im Reiseführer. Wenn das kein Grund ist, der Cala einmal einen Besuch abzustatten. Schon die kleine Stichstraße zum Strand hin ist ein Erlebnis. Niedrige Steinmauern links und rechts, die ersten knorrigen Mandelbäume blühen schon, und der Blick über die Mauern offenbart immer wieder herrlich gelbe Blütenteppiche, die für Fotostopps sorgen.
Über eine steile Treppe geht es hinunter in die kleine Bucht. Wellen klatschen an schroffe Felsen, ein Handvoll Ferienhäuschen, da wo etwas Platz ist, und am Ende der Einbuchtung liegen ein paar Boote. Nein, Tourismus ist hier nicht möglich, es gibt keinen Sandstrand. Und so bleibt die rauhe, urtümliche Cala S´Amunia wirklich ein kleines Paradies inmitten einer Urlauberinsel. 
















 

Montag, 15. Januar 2018

Die Stille des Feuchtgebietes

S´Albufera ist 1650 Hektar großes Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. Es liegt im Nordosten Mallorcas. 1988 wurde es zum Naturschutzgebiet erklärt. In Flora und Fauna gibt es unzählige, zum Teil einzigartige Exemplare. Kanäle zeugen davon, dass das Gebiet im 19. Jahrhundert trocken gelegt werden sollte. Aber das gelang nicht, und auch die Ansiedlung einer Papierfabrik sowie der Reisanbau erwiesen sich als unrentabel. Zum Glück.
Wir wandern ein Stück auf ausgewiesenen Wegen. An vielen Stellen gibt es Hütten mit Sehschlitzen, durch die man die Wasservögel beobachten kann. Leider reicht unser ornithologisches Wissen meistens nicht aus, um die Vögel zu bestimmen. Aber es gibt Experten, die mit Kamera und Spektiv regelmäßig vorbei schauen, um in großer Geduld auf seltene Vogelarten zu warten. Jetzt, im Winter, ist gar nichts los, jedenfalls was die Besucher betrifft. Wir sind fast ganz allein; die Stille wird nur vom Vogelgezwitscher unterbrochen. Schon komisch, über den Horizont ragen die Hotelburgen der Ferienstrände und das Kohlekraftwerk Es Murterar, und hier, nur ein paar Kilometer entfernt, hat man das Gefühl, in einer ganz anderen Welt zu sein. Übrigens: Wer in den warmen Zeiten kommt, sollte ein Mittel gegen Mücken dabei haben.









 

Sonntag, 14. Januar 2018

In Llucmajor lodern die Scheiterhaufen

Gestern Abend in Llucmajor waren die Teufel wieder da, große und kleine. Früher sollen sie versucht haben, den Heiligen Antonius in der Wüste zu verführen. Doch dieser blieb natürlich standhaft. Heute zünden sie in den Straßen der Stadt Feuer an, die an Scheiterhaufen erinnern sollen. An manchen Orten der Insel tanzen die Dimonis zudem durch die Straßen und sprühen aus drehenden Rädern Feuer. Was nicht ganz ungefährlich für die Passanten ist. Es wird empfohlen, feuerfeste Kleidung anzuziehen.
In Llucmajor bleibt der Feuerlauf aus. Aber harmlos scheint mir das Anzünden der Feuer in unmittelbarer Nähe der Häuser auch nicht zu sein. Die Glut wird immer mächtiger, und die Leute weichen langsam vor ihrer Hitze zurück. Mir macht das lodernde Feuer in den engen Gassen ein wenig Angst. Nicht auszudenken, wenn einmal die Funken auf die Häuser der Altstadt übergreifen sollten. Ich denke, ich Deutschland wäre eine solche Aktion undenkbar. Was würde die Feuerwehr wohl dazu sagen? Aber vielleicht besitzen die Mallorquiner etwas von der Gelassenheit der Kölner, die gerne sagen: „Et hätt noch emmer joot jejange.“ Und so ist es auch gestern. Nichts passiert. Statt dessen wird an den Stellen, wo die Feuer loderten, später eine fröhliche Grillparty gefeiert.













Samstag, 13. Januar 2018

Der Teufel ist los

Am 17. Januar feiern die Mallorquiner das Fest des Heiligen Antonius. Am Vorabend zu St. Antoni ist in vielen Städten und Dörfern der Teufel los, und das ist wörtlich zu nehmen. Dann machen die „Dimonis“ die Straßen unsicher. In ihren Teufelskostümen wirbeln sie, tanzen und erschrecken mit Vorliebe Kinder. In den Straßen der Städte lodern Scheiterhaufen. Da St. Antonius auch der Schutzpatron der Nutztiere ist, segnet ein Pfarrer die Tiere.
In unserem Nachbarort Badia Gran findet die Segnung schon heute statt. Es ist ein fröhliches Fest. Trommler, Dudelsack- und Flötenspieler machen Musik, Bäuerin und Bauer in Form zweier riesiger Figuren tanzen dazu. Menschen kommen mit ihren Haustieren zum Marktplatz. Ein Geistlicher segnet sie. Überwiegend Hunde und Pferde bekommen ihre Spritzer ab, aber auch Papageien oder sogar Fische und Kleintiere in Terrarien werden dem Pfarrer entgegen gestreckt. Währenddessen jagt ein Teufel mit roter Maske, langen Hörnern und einem Besen in der Hand Kindern hinterher. Aber er ist nicht wirklich böse, und die Kleinen wissen das. Sie machen sich einen Spaß daraus, den „Dimoni“ zu necken, der in gespielter Wut wieder mit Gebrüll auf die Kinder losstürmt, aber kurz vor ihnen abstoppt. Der Abschluss gehört den großen und kleinen Mitgliedern einer Folkloregruppe. In historischen Kostümen tanzen sie zum Takt der Musiker ihre fröhlichen Reigen, und wer sich traut, kann sich ihnen anschließen. 











Sogar der Marktbeschicker bekommt seinen Segen ab: