Freitag, 21. Juli 2017

Die Natur vor der Haustür

Das ist das Spannende an einem naturnahen Garten: Es gibt immer etwas zu beobachten. Beim genauen Hinsehen entdeckt man jede Menge Leben. Als ich gestern Nachmittag eine halbe Stunde auf Fotopirsch gegangen bin, kamen mir die untenstehenden Motive vor die Kamera. 
Da kann man nur appellieren: Macht aus euren Gärten keine leblose Steinwüste. Die Zahl der Insekten ist in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen, weil man ihnen immer mehr Lebensräume genommen hat. Eine gefährliche Entwicklung, denn wir brauchen Insekten zum Bestäuben der (Kultur)pflanzen. Da sollten wir zumindest in den eigenen Gärten  dazu beitragen, den Insekten, Vögeln und anderen Kleintieren eine Chance zum Leben zu geben. Und schön anzusehen sind sie obendrein.

















Nur Katzen müssen nicht unbedingt sein:
 

Mittwoch, 19. Juli 2017

Johanniskraut und Jakobskreuzkraut

In meinem Blogeintrag vom 24. Juli 2015 habe ich vom Johanniskraut und seiner wohltuenden Wirkung berichtet. Jetzt habe ich mir die Pflanzen, die an der Straße Obenholt blühen, noch einmal genauer angeschaut. Es ist wohl so, dass dort nicht das Johanniskraut blüht, sondern das Jakobskreuzkraut. Und das ist in der Wirkung ein gewaltiger Unterschied. Denn das Jakobskreuzkraut gehört zu den giftstoffhaltigen Pflanzen , wie z. B. auch Eisenhut, Fingerhut oder Maiglöckchen. Es enthält Pyrrolizidinalkaloide, die leberschädigend sind. Insbesondere die Halter von Weidetieren sollten darauf achten, dass Pferde, Rinder oder Schafe diese Pflanze nicht fressen, auch nicht in getrockneter Form als Heu oder Silage. Honig kann ebenfalls das Gift enthalten, wenn Bienen den Nektar des Jakobskreuzkrauts sammeln. Wie unterscheidet man das Johanniskraut und das Jakobskreuzkraut? Dazu gibt es im Internet eine Seite: http://www.br.de/themen/ratgeber/inhalt/garten/jakobskreuzkraut-johanniskraut100.html Wichtigster Unterschied: Das Johanniskraut hat stets genau fünf Blütenblätter, während das Jakobskreuzkraut ein Korbblütler ist mit einer variablen Zahl von Blütenblättern. Auch ist die Blütezeit unterschiedlich: Ersteres blüht bereits im Juni, das zweite Mitte bis Ende Juli, also jetzt. Tierhalter sollten das giftige Kraut möglichst ausreißen, wenn sie es auf der Weide finden. Sobald die Blüten da sind, rühren die Tiere es normalerweise nicht mehr an.




Es ist deutlich zu kennen: Die gelb blühenden Pflanzen am Obenholt habe mehr als fünf Blüterblätter. Also muss es sich um das Jakobskreuzkraut handeln:






Dienstag, 18. Juli 2017

Fröhliche Stimmung in der Konzertscheune des Museumsdörfchens

Am Sonntagabend war es soweit: Die Kulturschmiede des Heimatvereins Itterbeck präsentierte in der Scheune des „Museumsdörfchens“ (Jan Hemmeke in der Begrüßung) das erste Konzert dieses Jahres. Gekommen waren mit „Sheesam & Lotus & Son“ drei außergewöhnliche Musiker aus Kanada, die nach ihrer Tournee in den Niederlanden auf den Sprung nach Norwegen waren, zwischendurch aber noch in Itterbeck vorbeischauten. Das Trio, das seine Wurzeln im Mississippi Folkblues und Appalachian Folk hat, nutzte eine breite Palette an Instrumenten, wie zum Beispiel Geige, Kazoo, Banjo Sousaphone und ein French Horn. Sie nennen sich „the new Kings of old Times“, sorgten mit ihrer groovigen Musik aus den 1930-er und 1940-er Jahren, mit ihrer ansteckenden guten Laune, mit witzigen Kommentaren und mit außergewöhnlichen Einlagen für beste Stimmung in der Scheune des Heimathofes. Der gute Besuch macht der kleinen, engagierten Gruppe der Kulturschmiede Mut, weiterzumachen, zumal „wir die Rückendeckung des Heimatvereins haben“, so Wilhelm Kerperin. Der nächste Auftritt steht schon fest: Am 20. Oktober kommt der amerikanische Country-Rock-Singer Jesse Dayton mit Band.

Stimmungsvolle Fotos zu machen, gestaltete sich etwas schwierig. Die drei Musiker wurden nur von drei Lämpchen beleuchtet, und zwar von unten. Unter ISO 8000 ging gar nichts. Ich denke, es sind trotzdem noch ein paar passable Fotos entstanden:





















Montag, 17. Juli 2017

Albert Tieneken regiert Emlichheim

Neuer König der Emlichheimer Bürgerschützen ist Albert Tieneken. Damit regiert für die nächsten zwölf Monate ein altgedientes Mitglied den Vereins, das schon seit 50 Jahren im Spielmannszug die Lyra spielt. Seinen ersten musikalischen Auftritt auf dem Schützenfest hatte der neue König gar mit fünf Jahren, wie alte Fotos beweisen. Als das Schießen in die entscheidende Phase ging, lieferte sich Albert Tieneken einen spannenden Zweikampf mit Frank Kwade. Ersterer entschied ihn für sich und holte den Vogel mit dem 455. Schuss von der Stange. Er erwählte sich Gerlinde Schultz zur Königin an seiner Seite. Erste Ehrendame und Erster Ehrenherr sind Johanne Tieneken und Wilhelm Schultz, Zweite Ehrendame und Zweiter Ehrenherr Jetti Heerspink und Hermannes Heerspink. Hofmarschälle sind Helga und Berthold Gielians, für die Getränke sind Anke und Johann Knief als Mundschenke zuständig. Beim Insignienschießen waren folgende Schützen erfolgreich: Die Krone sicherte sich Georg Stroeve, Martin Büter schoss den Apfel ab und Gerd Schultz das Zepter. Den linken Flügel eroberte sich Gerold Egbers und den rechten Flügel Gerwin Kremer.
Bereits einen Tag vorher fand der Wettkampf um die Kaiserwürde statt. Er wird alle zwei Jahre unter den ehemaligen Königen ausgetragen. Gewonnen hat ihn Horst Wagner, der nun für zwei Jahre Kaiser der Bürgerschützen Emlichheim ist.


Königin Gerlinde Schultz und König Albert Tieneken:


 Kaiser Horst Wagner:


Der alte und der neue Thron mit Präsident, Kommandeuren und Kaiser:
 
 

Sonntag, 16. Juli 2017

Ganz in Weiß unter alten Eichen

Im Jahre 2002 wechselte das Emlichheimer Volleyball-Talent Andrea Berg zum Spitzenverein USC Münster. Ihr Trainer damals: Axel Büring. Johanna Reinink (später Thewes), die ebenfalls aus Emlichheim stammte, spielte schon bei dem Verein und nahm sich der 21-Jährigen an. Elf Jahre gehörte Andrea Berg zu den Spitzenspielerinnen des USC und errang in dieser Zeit unter anderem zwei deutsche Meisterschaften und zwei Pokalsiege. Als Kapitänin war sie der verlängerte Arm des Trainers. Aus der vertrauensvollen sportlichen Zusammenarbeit entwickelte sich eine private Liebesbeziehung. Am 12. Oktober 2016 wurde ihre Tochter Hanna Antonia geboren. Am vergangenen Samstag besiegelten die Eltern ihr Partnerschaft auf dem Standesamt im Emlichheimer Haus Ringebrüggen nun auch offiziell und gaben sich vor dem Standesbeamten Holger Prenger das Jawort. Trauzeugen waren Johanna Thewes und Peter Janotta, ein Sportkollege und Freund Axel Bürings. Nach der offiziellen Trauung fuhren Andrea und Axel Büring in einer Zweispänner-Kutsche zum Hof Berg in Emlichheim-Volzel. Dort schloss sich draußen unter alten Eichen eine freie Trauzeremonie an. Das Paar wechselte die Ringe, Freunde machten Musik und gaben dem Paar viele guten Wünsche mit auf dem Weg. Die Stimmung war locker und fröhlich, aber trotzdem feierlich. Es ist schon erstaunlich, wie das Ambiente die Atmosphäre beeinflussen kann.