Donnerstag, 23. März 2017

Müll und Arbeitsplätze

In der Grafschaft herrscht Fachkräftemangel. So bemühen sich die Berufsberater der Nordhorner Agentur für Arbeit auch um niederländische Arbeitskräfte und Auszubildende. Heute, am „Dag van den Duitse Taal“, haben zwei Berufsberaterinnen niederländischen Schülern aus Tubbergen das deutsche duale Berufsausbildungssystem erklärt. Im Anschluss ging es zur EVI-Müllverbrennungsanlage in den Europark. Dort hat der Leiter Roeland Jacobs in einem Rundgang seinen Betrieb und die Arbeitsplätze vorgestellt. Für den Fotografen eine seltene Gelegenheit, einmal in den Müllbunker zu schauen und Fotos zu machen.




















Dienstag, 21. März 2017

Unfall mit Fahrerflucht

Im Seitenraum des Haftenkamper Dieks ist gestern ein LKW gelandet. Er wurde in Oeveringen von einem schwarzen PKW überholt. Die Polizei schrieb dazu: „Dessen Fahrer scherte knapp vor dem Sattelzug hinter einem anderen Lkw wieder ein und bremste ab. Auch der 36-jährige Sattelzugfahrer musste sein Fahrzeug abbremsen und geriet dabei in den rechten Seitenraum.“ Der PKW-Fahrer setzte seine Fahrt fort. Ein Autokran holte den Sattelzug wieder zurück auf die Straße. 


 

Montag, 20. März 2017

Die Geschichte einer Protestbewegung

Es ist noch gar nicht so lange her, und doch schon so weit weg: Im Jahre 2003 war in Emlichheim und Umgebung die Aufregung groß. Der Grund: Im deutsch-niederländischen Europark sollte eine Müllverbrennungsanlage gebaut werden. Dagegen bildete sich eine Bürgerinitiative, die auf eine breite Unterstützung in der Bevölkerung bauen konnte. Es gab erbitterte Auseinandersetzungen. Erster Höhepunkt war eine Großdemo, die es in der Dimension in Emlichheim noch nicht gegeben hatte. 







 
Im Juni 2005 folgte eine Anhörung in der Vechtetalhalle. Und wieder konnte die Bügerinitiative jede Menge Leute mobilisieren. Sie schafften es jedoch nicht, den Bau zu verhindern. Einziger Erfolg: Es wurden strenge Abgaswerte vereinbart. 






 
Letztes Aufbäumen der Aktivisten: Zur Grundsteinlegung der MVA kamen sie mit symbolischen Ferngläsern nach dem Motto: „Wir beobachten euch.“ Aber die Anzahl der Protestler war schon wesentlicher geringer. 





 
Natürlich wurde die MVA gebaut, und heute regt sich kaum mehr einer darüber auf. 

 
Lange Zeit ging durch die Bevölkerung ein Riss. Gegner und Befürworter standen sich unversöhnlich gegenüber. Inzwischen sind die Wunden weitgehend geheilt. Was geblieben ist: Aus der Bürgerintiative ist mit dem Grafschafter Bürgerforum eine politische Gruppierung geworden, die noch heute in den Räten vertreten ist. Und Daniela Kösters, die aus der Bewegung hervorgegangen war, sitzt heute als Samtgemeindebürgermeisterin fester den je im Sattel. Von ihren ehemaligen Kampfgefährten hat sie sich längst losgesagt.

Donnerstag, 16. März 2017

Alte Schulzeiten

Ich berichte für die Zeitung gerne einmal über Klassentreffen Ehemaliger. Es ist interessant zu hören, wie es in der Schule vor 50 oder 60 Jahren zuging, insbesondere in den kleinen Volksschulen auf dem Land. Dort wurden in der Regel die Klassen 1 bis 4 und 5 bis 8 gemeinsam unterrichtet. Die armen Lehrer, aber auch die armen Schüler, denn die Prügelstrafe war an der Tagesordnung. Heute war ich bei einer Wiedersehensfeier der ehemaligen Mädchen und Jungen der Volksschule Echtelerfeld, die vor 60 Jahren entlassen wurden. Die Gespräche drehten sich natürlich hauptsächlich um die alten Schulzeiten, um Gartenarbeit als Schulfach, um seltene Filmvorführungen, um Balgereien oder um den Weg zur Schule. In Echtelerfeld führte er zumeist über den Schoolpad, den es heute noch gibt, und der in diesem Jahr saniert wird. Wenn er fertig ist, wollen ihn die Ehemaligen mit einer Fahrradtour einweihen.


Dienstag, 14. März 2017

Der Traum der Antigone

Ganz schön aktuell, die Aufführung von „Antigones Traum“ des Kurses „Darstellendes Spiel“ des Gymnasiums an der Vechte. Regisseurin und Textschreiberin Theresa Sperling hat die griechische Tragödie „Antigone“ von Sophokles in unsere Zeit übertragen. Statt griechischer Säulen bildet ein Baugerüst die Bühnenkulisse. Es geht um die Gewaltherrschaft eines Tyrannen, um bedingungslose Unterwerfung und Disziplin. Auf der anderen Seite steht das Aufbegehren gegen diese staatliche Ordnung. Die Frage ist: Gibt es ein ethisches Wertesystem, das über der staatlichen Ordnung steht? Wer will, kann jede Menge Parallelen ziehen zur aktuellen Politik einiger diktatorisch handelnder Personen. Toll, wie mutig die jungen Schauspieler(innen) diesen schwierigen Stoff angegangen sind.